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Die Männer im Dunkeln

25.09.2019

Der Applaus verstummt, die Lichter gehen an und in den Zuschauerbänken beginnt die Unruhe. Im Foyer steht der Comedian, nimmt Glückwünsche entgegen und unterschreibt einige Autogrammkarten. „Das war ein wunderbarer Auftritt“, schwärmt eine Gruppe von älteren Damen. „Zum ersten Mal habe ich alle Texte verstanden“. Der Sänger lächelt. „Vielen Dank, das Lob werde ich gern an die Techniker weitergeben.“

„Die Techniker“, das sind in unserem Falle Marius James-Küttenbaum, Jascha Finke und Quirin Nassal-Schellinger. Für die drei ist nach solch einer Veranstaltung noch lange nicht Feierabend. Alles, was zuvor aufgebaut wurde muss natürlich von irgendjemandem wieder abgebaut werden. Boxen, Mikrofone, tonnenweise Kabel und etliche Scheinwerfer, die zuvor den gesamten Saal beleuchteten. Veranstaltungstechnik umschließt viel mehr als im ersten Moment erkennbar, doch was die beiden beinahe unsichtbar im Hintergrund liefern wird häufig unterschätzt. Sie haben ein breit-aufgestelltes Knowhow rund um Technik. Dabei beginnt die ganze Arbeit nicht erst am Tag des Events, sondern schon viel früher mit der Planung und Organisation der Veranstaltungen. Welches Equipment wird benötigt? Wie sieht es mit der Stromversorgung aus, welche Kabel werden benötigt? Wann muss die Technik aufgebaut werden, damit sie die anderen Prozesse nicht behindert? Welche Akustik wird im Veranstaltungsraum benötigt? Sind alle Fluchtwege frei? Von all dem bekommen Sie als Besucher im Idealfall nichts mit, jedoch trägt man als Veranstaltungstechniker zusätzlich eine hohe Verantwortung. „Es gibt einige Sicherheitsvorschriften, welche streng beachtet werden müssen“, sagt Marius James-Küttenbau. Viele Gäste würden dies nicht verstehen, allerdings diene es ihrem eigenen Schutz.

Das Leben folgt dem Rhythmus von Tourplänen und Veranstaltungskalendern. Schlaflose Nächte, lange Schichten und schwere körperliche Anstrengung gehören zum Alltag.  „Doch auch wenn es mal etwas ungemütlicher wird, der Job macht Spaß. Es ist sehr abwechslungsreich und kein Tag ist wie der andere“.